09.05.2022
Abschied von einer Botschafterin
Am 6. Mai 2022 wurde Schwester Christine Probst im Mittagsgebet in der Stadtkirche von Mitarbeitern, Freunden und der Gemeinde verabschiedet.
Nach sieben Jahren in Wittenberg geht sie zurück nach Selbitz, wo sie in der Gästebetreuung der Christusbruderschaft mitwirken wird.
Pfarrer Alexander Garth und Schwester Elisabeth Häfner, die zusammen mit Schwester Hanna-Maria Weiß auch weiter im Wittenberger Stadtkonvent bleiben wird, erinnerten an die Fülle an Aufgaben, die Schwester Christine ausübte: Mittagsgebete, Alltagsexerzitien, Predigten, Segensangebote, Seelsorgegespräche, meditatives Tanzen und mehr. Immer mit wachen Ohren und Augen und einem weiten Herzen sei sie für die Menschen in der Stadt dagewesen. Als „Botschafterin Christi“ beschrieb sie Pfarrer Garth, die unermüdlich und liebevoll für die Versöhnung mit Gott warb (2. Korintherbrief 5,20). In Wittenberg habe sie ihr Herz investiert.
Mit einem Schmunzeln und zugleich sehr ernst erzählte Schwester Christine von ihrer „Berufung“ nach Wittenberg: Im Traum habe Martin Luther sie in diese Stadt gerufen. Und Schwester Elisabeth griff den Gedanken auf, ob es nicht die Gründer der Christusbruderschaft gewesen sein könnten, die sie nun nach Selbitz zurückriefen. Hören auf Gott, der in unterschiedlichen Weisen reden kann, die Stadt umbeten und die Menschen segnen – vieles spielt sich unerkannt, aber voller Wirkung im Hintergrund ab.
Musikalisch wurde das Mittagsgebet von Kantor Christoph Hagemann an Flügel und Orgel gestaltet. Nach dem Gebet drückten die Gäste Schwester Christine ihren Dank aus und wünschten ihr auf vielfältige Weise Segen für ihre neue Aufgabe.